Fashion-Week, Tag 2 von Berlin-Woman

Berlin-Kreuzkölln und -Mitte

Hemdkleid, Tingding. Foto: Berlin-Woman

So läßt sich „Fashion“ aushalten. Berlin-Woman sitzt vor dem Neuköllner Shop von Philippe Werhahn  in der Sonne, wo sie sich gerade die Unisex-Kollektion seines Labels „Ting Ding“ angeschaut hat.  Der studierte Modedesigner arbeitet mit getragener Kleidung und funktioniert sie komplett um. So ist aus einem alten Männerhemd ein sportlich-elegantes Hemdkleid mit einem Ärmel-Gürtel geworden. Toll sind die drehbaren Kleider und Oberteile aus zwei unterschiedlichen Stücken, die kein Oben und Unten haben. Man trägt und wechselt sie je nach Lust und Bedarf. Ideal für viele verschiedene Termine an einem langen Arbeitstag. Werhahns Mode ist

Hemdkleid, Tingding. Foto: Berlin-Woman

intelligent und therapeutisch. Für die „Personal Collection“ kann man ihm abgetragene Kleidung, z.B. die seines Geschiedenen anvertrauen, aus der er etwas Neues kreiiert.  Dafür gibt Berlin-Woman liebend gerne Geld aus, zumal es hier gar nicht teuer zugeht. Sein zweites Label „Kollateralschaden“, das er mit dem Künstler  Dennis Pahl führt, ist auf der „Fashion Station“ der BVG zu sehen. See you there.

Alexanderplatz, U-Bahn-Linie 5. Auf dem einen Gleis fährt die U-Bahn in den Kreativbezirk Berlin-Friedrichshain, auf der anderen zeigen 17 Designer/innen in einem U-Bahn-Zug ihre Mode. Auf dem Bahnsteig gibt´s auch eine Schminkstation, eine Coffee-Bar und coole Musik. Eine schöne Atmosphäre, die uns den täglichen BVG-Ärger mal vergessen läßt. Hier haben sich „die Öffentlichen“ echt was einfallen lassen.  Berlin-Woman besucht „Kollateralschaden“ und bewundert die bequemen schwarzen Shirts mit den künstlerischen Aufdrucken: Tiere, Pflanzen und ein Zille-Motiv, die die Baumwollstoffe wie  zarte Zeichnungen schmücken.  Weitere interessante Labels  sind  „Gu-BEE“ und „Mayarosa“, die individuelle, richtig schöne und noch dazu erschwingliche Frauenmode machen. Die Blusen und Kleider von „Gu-BEE“ sind im Stil der 1960er und 1970er gehalten. Die Kombination von unterschiedlichen, sehr bunten Stoffen hat einen sommerlich-poppigen Flair. „Mayarosa“ ist klassisch mit ausgesuchten Fairtrade- Stoffen, sie fertig Unikate bzw. Kleinstserien an. Berlin-Woman schaut noch in den Wagen von „Steady Showroom„, der sich mit allen 10 Designer/innen präsentiert. Es gibt Schuhe, Schmuck, elegante Damen-Wear mit selbstkreierten Drucken: Nix-Design und aus edlen und farblich sehr geschmackvollen Materialen: Lasalina. Strom zum Bloggen kriegen wir dann von den netten XYs an der Bar. Ein perfekter Fashion-Aufenthalt!

Am Bebelplatz vorbei, da sieht es nämlich aus wie bei der türkischen Belagerung vor Wien oder einer Mediziner-Konferenz. Brauchen wir heute nicht. Stattdessen eine Engel-Pause mit Kirschkuchen und Coke im Biergarten vorm Reichstag. Nachher ist Schau und Party auf der Modemesse „The Key to…“ Cheers und bis nachher.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.