Interview-Spezial: Berlin-Woman spricht mit Heide Meyer

Die Vorsitzende des Landesverband Berlin Brandenburg des VDU, Heide Meyer. Foto: Berlin-Woman

IHK, Berlin-Charlottenburg

Im Gespräch: die Vorsitzende des Regionalverbands vom Verband deutscher Unternehmerinnen: Heide Meyer.

Seit über 40 Jahren ist Heide Meyer Unternehmerin. Ende der 1960er Jahre gründete sie ein Dessous-Geschäft, das bis zu seinem Verkauf in diesem Jahr große Erfolge feierte. Heide Meyer setzt bei den Produkten wie bei der Kundenberatung auf höchsten Anspruch. Darin liegt ihr Erfolg begründet. Menschenkenntnis und Menschenliebe gehören zu ihrer Unternehmensstrategie. Wir starten unser Spezial „vier Fragen an eine Berlin-Woman“ mit ihr, deren Tipps und Ratschläge nicht mit Gold aufzuwerten sind.

B.-W.: Frau Meyer, wie schön, dass Sie sich auf dem 5. Unternehmerinnentag Zeit für uns nehmen und für das Interview zur Verfügung stehen. Gleich zur ersten Frage: Was bedeutet Berlin für Sie?

H.M.: Berlin ist meine Heimatstadt, es ist die Stadt, die ich liebe und die mich liebt. Hier war ich erfolgreich. Berlin gibt mir Boden unter den Füßen, Berlin verleiht mir Standfestigkeit.

B.-W.: Was war Ihr wichtigstes Projekt für Berlin?

H.M.: Ich habe so viel begonnen und für die Stadt entwickelt, das heute selbstverständlich ist. Damals war z.B. mein Dessous-Geschäft „Lady M“ etwas Neues, es machte die Frauen auf sich selbst und ihren Körper aufmerksam.  Eines meiner Projekte, auf das ich wirklich stolz bin, ist die Initiative der Straßengemeinschaft unter den Einzelhändlern in der Westfälischen Straße in Berlin-Wilmersdorf. Das war in den 1980er Jahren, als wir uns gegen die großen Häuser zusammen getan, mit dem Bezirksamt und dem Senat kooperiert und uns als Wirtschaftskraft präsentiert haben. Eine Frühform des Networkings, also eine Unternehmenskultur, wie man sie damals  noch nicht kannte. Heute weiß man, dass jedes erfolgreiche Kleinunternehmen in Berlin zählt.

B.-W.: Was ist Ihre Meinung zur Kreativwirtschaft, die man in Berlin als einen von vier Wirtschaftssäulen aufbauen und fördern möchte (die anderen sind: Gesundheit, neue Technologien und Beratung)?

H.M.: Die Kreativwirtschaft ist sehr wichtig für Berlin. Damit können wir uns ganz stark nach außen positionieren. Denn Kreativität ist das, was hier überall passiert. Das ist unser Potenzial, das bringen uns die jungen Menschen in die Stadt. Da müssen wir unbedingt dranbleiben und die Jungunternehmer/innen an Berlin binden.

B.-W.: Sie sind ja jetzt auch als Beraterin tätig. Haben Sie etwas, das Sie jungen kreativen Unternehmerinnen mit auf den Weg geben möchten?

H.M.: Ja natürlich. Die Unternehmensidee allein reicht nicht. Man muss wissen, was auf dem Markt passiert, man muss wissen, was die Schwierigkeiten, was die Vorteile sind. Auch Kreative müssen kaufmännisch denken, bzw. sich einen kaufmännischen Partner mit ins Boot holen.

Eine Moderatorin von Sat1 kommt an unseren Tisch: „Mensch Frau Meyer, dass ich Sie hier treffe. Wissen Sie noch, als Sie beim Frühstücksfernsehen eine Sendung hatten und ich einen Büstenhalter bei Ihnen gekauft habe? Das war zu meiner Scheidung, die ich damit bestens überstanden habe. Den Büstenhalter habe ich bis heute, war ´ne klasse Empfehlung“!

Dem ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen, als ein großes Dankeschön an Heide Meyer.

Ein Gedanke zu „Interview-Spezial: Berlin-Woman spricht mit Heide Meyer

  1. Herzliche Gruesse von der Concierge und alles Gute für die Zukunft – Concierge Gerry aus dem Mercure

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