„Love-Luxury“: Berlin-Woman für eine staatliche Liebes-Erklärung

Alle Berliner Standes-, Finanz-, Einwohnermeldeämter, Jobcenter und Arbeitsagenturen

Duo Mecanico, Love Luxury:

Only a dream. Foto: Berlin-Woman

You, you was always comin‘ in and out my door. You diggin‘ your time and come and beg for more.

You, you, you, you behave a little strange, my boy/girl. You, love always watch you bringin‘ in and out my door.

Love was on to luxury I had before. Love was on a feeling I could trust before.

As caught in between of what was right or wrong. They say what don’t kill you is bound to make you strong.

Love was on a dream I woke up from before, hei, hei.

Refrain:

Love, love, love. (Luxury, your love is luxury, your love is luxury, for a girl/boy like me)

You, you beggin‘ to come in and out my door. You make up your mind or there wont´be no more.

You, you, you, you don´t play with me like I´’m toy: You stand up and be a man/woman not just a boy/girl.

Refrain


Love was like on a luxury I had before. Love was on a feeling I could trust before.

As caught in between of what was right or wrong. They say what don’t kill you is bound to make you strong.

But love was on a dream I woke up from before, no, no. Talking ‚bout Love, love, love

Luxury, your love is luxury, your love is luxury for a girl/boy like me.

Ein schöner Song, nicht wahr? Empfindsam, sehnsüchtig, und zugleich total abgeklärt. Die Stimme der Sängerin unterstreicht das, sie klingt im unteren Bereich weich, in den Höhen wird sie hart und kalt.

Nichts ist wärmer, nichts ist kälter als die Liebe. Man sucht sie, will sie immer und immer wieder und mehr davon und kriegt, wenn überhaupt, nur ein Stück vom Ganzen. Meistens bleibt es bei einer kalten Dusche. Die Liebe ist eine Droge, die uns etwas vorgaukelt, sie ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können.

Ich bin für die Einführung einer staatlichen „Liebes-Erklärung“. Die schlauen BWLer unseres Landes sollen mal eine Formel aufstellen, die endlich berechnet, was man so alles in die Liebe investiert und was unterm Strich rauskommt. Gerne stelle ich meine Rechnungen zur Verfügung: Therapie, damit die Macken nicht überhand nehmen. Sport, Klamotten und Kosmetik, damit man schlank, schön und fit bleibt. Urlaub, Auto, damit´s nach was aussieht. Musik, Essen und all die Computer-, Sprach- und Tanzkurse, Bücher und CDs, um sich von seiner kultivierten Seite zu zeigen, ob´s der Wahrheit entspricht oder auch nicht.

Hab ich was vergessen? Ach ja, die geplatzten Termine, weil man nach durchwachter Liebeswahn-Nacht verschlafen hat oder in wichtigen Verhandlungen total daneben war. Die mißlungenen Kino-, Kneipen- und Restaurantbesuche, nach denen man seine mißverstandene Liebe am liebsten in die Tonne hauen würde. Die versetzten Dates, wo man „im Regen“ stand und einen erheblich ansteigenden Regenschirmverbrauch hatte. Die durchtanzten Schuhe und hoffnungslos durchgeschwitzten T-Shirts der trotzigen Disko- und Clubnächte, die man ohne den Liebsten durchgemacht hat.

Kassensturz von mehreren Jahren! Ohweh, das ist ja die totale Mißwirtschaft. Rote Zahlen, wo das Auge hinschaut, ein fettes Minus auf dem Konto, ein gähnendes Portemonnais, leere Hosentaschen und ein schwarzes Loch in der Herzgegend. Sag ich doch: Die Liebe ist unser Ruin, oder noch besser: „Your Love ist luxury for a girl/boy like me“.

Mit einer gesetzlichen „Liebes-Erklärung“ würde uns das nicht passieren. Dann käme das, was der schöne Song von Duo Mecanico noch besingt, zum Tragen: „What don´t kill you, makes you strong“. Wir hätten immer den Überblick und schlimmstenfalls müßten wir eine Liebes-Insolvenz anmelden, aber damit können wir (über)leben, oder?

5 Gedanken zu „„Love-Luxury“: Berlin-Woman für eine staatliche Liebes-Erklärung

  1. well written blog. Im glad that I could find more info on this. thanks

  2. Liebe Nathalie, und das, was du geschrieben hast, gefällt mir auch sehr gut. Magst du nicht mal etwas für die Serie: Blaue Blume verfassen? Gast-Bloggerinnen sind da herzlich willkommen. Deine Berlin-Woman

  3. gefällt mir total gut, was du geschrieben hast, eben mal nicht rosa, sondern sehr realistisch-wenn man mal so einen überschlag macht- : )
    und das kann man ruhig hin und wieder tun, um wieder auf den teppich zu kommen und die rosa wolken als das zu entlarven, was sie sind – eben rosa Wolken.
    obwohl lassen kann man es dann doch wieder nicht-spätestens dann, wenn sich das nächste hormonelle opfer in form einer freundin ankündigt und einem die neuesten berg-und talfahrten mit einem weinenden und einem lachenden auge beichtet!
    glg Nathalie

  4. Danke für den schönen Kommentar. Das wäre traumhaft, wenn wir den Partner finden, der das Schlechte aufwiegt und auch noch ganz, ganz lange bleibt. Da kann´s ruhig auch mal zwischendurch krachen. Denn dann ist´s ja für einen „guten Zweck“. Geben wir die Hoffnung nicht auf, denn „Love is Hope“.

  5. Aber wiegt eine neue Liebe nicht jedes Mal das Leid in der alten Beziehung auf? Was wäre die Liebe, wenn sie nur rosa wäre? Ein Paris Hilton Abklatsch wo alles „so good and i love you so much“ ist, nämlich langweilig.
    Und wer weiß, vielleicht ist ja eines Tages der Partner da, der uns das Schlechte aller Beziehungen positiv vermittelt. Und wenn er bleibt, sehr sehr lange hoffentlich, dann gibt es ja keine neue alte, die die Beziehung vorher wieder vergessen lassen müsste. Denn eigentlich ist ja noch die alte neue da!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.