Berlin-Transit, Kunstreise-Tagebücher in der Galerie „Artport“ und in Brest

Artport Galerie, Berlin-Wedding

Berlin-Woman im Gespräch mit Adeline Meilliez, Foto: Ulrich Fritz

Kaum hat Berlin-Woman über „Maison la Provence“ mit seinem Bretonischen Direktimport gepostet, fährt doch gleich die ganze Galerie „Artport“ nach Brest in die Bretagne. Anlass ist das französische Festival der Kunstreisetagebücher „Ici et Ailleurs„. Bevor sie Anfang Juni aufbrechen, zeigen die Berliner Teilnehmer/innen ihre Arbeiten schon einmal hier. In Performances, Installationen, Comics (zu erwähnen ist der hervorragende XY Hamed Eshrat), Notizbüchern, Katalogen und Collagen nehmen sie Bezug auf das Reisethema, das mit „Nomadismus“ einen treffenden Untertitel hat.

Genau dem widmet sich die Perfomance-Künstlerin Gunhild Kreuzer, die im rotblumig bestickten Russenlook die Galerie mit Schritten und Worten durchkreuzt. Wir hören von Transit, Fahrstuhlfahren, Bewerbungsgesprächen und der Aschewolke. Zum Schluss kriegen wir die Einladung, an ihrem wie ein Tisch aufgespannten Rock Platz zu nehmen. Der Text, der improvisiert erscheint, ist strikt auswendig gelernt, so verrät uns Gunhild später. Sie bietet übrigens auch Survival-Seminare unter dem vielsagenden Titel: „Lassen Sie sich das nicht fragen“ an.

Beinahe wäre Berlin-Woman dann über das kleine Blumenbeet gestolpert, das auf dem Boden aufgehäufelt da liegt. Direkt drüber hat Adeline Meilliez ihre Bücher und Kataloge aufgehängt. Wir blättern und entdecken erstklassige Siebdrucke mit Blumenmotiven und Fotocollagen. Dann kommt sie hinzu, eine schöne, groß gewachsene Frau, die sich mit Blumen-Tattoos an beiden Beinen geschmückt hat und ein entzückendes Englisch mit französischem Akzent spricht.

Die Welt der Performance-, Siebdruck-, Installations- und Streetart-Künstlerin sind Blumen. Die verkauft sie. Als Tattoo, das man sich nach seiner Lieblingsblume entwerfen und auftragen lassen kann, als Einzelstücke, die sie aus Tapeten ausschneidet, als Druck: „I can print for you all full garden“ und als Lymphdrüsen-Ganzkörpertatoo. Außerdem möchte sie einen XY mit einem Blumen-Namen heiraten, sie möchte unbedingt Mrs Blume werden und hat schon eine Anzeige geschaltet. „Nein“, sie hat keine Website: „My website is me“ und ihr Wunsch ist: „25 Stunden am Tag, one hour more per day“.

Die Kuratorinnen dieser exklusiven kleinen Ein-Wochenshow sind Christine Géhin und Catherine Ricoul. Wir glauben an „nomen est omen“ und gehen deshalb für ein Interview zu Christine hin. Es ist das 5. Festival dieser Art in Brest. Reisetagebücher sind Botschaften aus ganz verschiedenen Zeiten, sie sind Lebenszeugnisse und Medien, in denen man sich in jeder kreativen Form austoben kann. Dieses Jahr gibt es eine Ausstellung mit französischen, Berliner und libanesischen Kunst-Büchern. Christine Géhin, die seit 15 Jahren im Bereich Event und Ausstellungen tätig ist und derzeit ein Kunstprojekt zu neuen Technologien vorantreibt, fährt nächste Woche auch nach Brest. Am liebsten würde Berlin-Woman gleich mitkommen. Aber ich kann euch hier ja nicht allein lassen, oder?

Bis 23.5.2010, Finissage mit Brunch ab 12:00 Uhr, Artport International, Biesenthaler Str. 16, 13359 Berlin.


3 Gedanken zu „Berlin-Transit, Kunstreise-Tagebücher in der Galerie „Artport“ und in Brest

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