Berlin – die Stadt der Nachtigallen

Berlin überall

Foto vom 25.4.2010: Berlin-Woman

Sagt mal, ist euch das auch schon aufgefallen? Als ich heute Nacht auf den Balkon ging, weil ich nicht schlafen konnte, sangen viele, viele Nachtigallen. Man erkennt sie an ihrem vielfältigen und gar nicht leisen Herumgeträllere. Es sind komplexe Sequenzen, ja richtige Strophen, die die Vögel in Einzel- oder Doppeltönen von sich geben. Sollen mehrere Hundert sein, die so ein Piepmatz beherrscht. Singen tun die Nachtigallenmännchen, und zwar von elf Uhr abends bis in den Morgen. Ab Mitte Mai, was ja gerade ist, lassen dann nur noch die unverpaarten Männchen was von sich hören. Du meine Güte, wieviel Unverpaarte gibt´s denn dann in Berlin?

Die Nachtigall ist ein beliebtes literarisches Motiv, bei Shakespeare ( „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ in Romeo und Julia), „Nachtigall, ick hör‘ dir trappsen“aus des Knaben Wunderhorn, bei Walter von der Vogelweide und Hans Sachs, bzw. Martin Luther kommt sie ausgiebig zum Einsatz. Besonders schön findet Berlin-Woman die Märchen von Hans Christian Andersen „Des Kaisers Nachtigall“ und der Brüder Grimm „Jorinde und Joringel“. Im ersten geht es um eine kleine Nachtigall, die den großen Kaiser klug und umsichtig berät, im zweiten ist es ein Mädchen, das sich in eine Nachtigall verwandelt und von ihrem Geliebten gerettet wird. Eine rote Blume mit einer Perle in der Mitte befreit sie.

Der Gesang der Nachtigall gilt als schmerzlindernd, er soll dem Sterbenden einen sanften Tod und dem Kranken eine rasche Genesung bringen. Ist also alles drin, bei den Nachtigallen.

Wer ebenfalls eine Leidenschaft für die fliegende Spezies und etwas dazu zu erzählen hat, der ist bei Berlin-Woman richtig. Lasst mal wissen, „welchen Vogel ihr habt“. Dazu klickt bitte auf „Kommentare“ rechts unten. Dann öffnet sich das Textfeld, in das ihr direkt reinschreiben könnt. Wir freuen uns über eure Kommentare, die wir unter eurem Namen posten.

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