Berlin-Mitte

Nicht selten investieren die konventionellen Großbanken unser Geld in höchst fragwürdige Projekte. Und das ohne unser Wissen:

Informationsveranstaltung im ecoShowroom: Die Finanzexpertin Barbara Happe von urgewald e.V. beleuchtet die Praktiken der konventionellen Banken, mit denen sie Atomenergie, Kinderarbeit und Krieg unterstützen. Sie stellt Alternativen und die Chancen und Risiken des Bankenwechsels vor. Wegen der großen Nachfrage findet der Informationsabend zum 3. Mal statt.

  • Social Banking Informationsabend, Montag, 6.02.2012, 18:00 Uhr, ecoShowroom, Almstadtstraße 35, 10119 Berlin-Mitte. Anmeldung: veranstaltungen@ecoshowroom.de.
  • Pressekontakt: sieben&siebzig GmbH, Almstadtstraße 35, 10119 Berlin, Ansprechpartnerin: Kati Drescher, 030-6881 206-41, drescher@sieben-siebzig.de

kreative Unternehmerinnen

Kunst und Wissenschaft rücken immer mehr zusammen. Das betrifft vor allem ihre kreativen Prozesse, die neue Synergien und neue Spannungsfelder entstehen lassen.

Diesem Themenkomplex ist der UdK-Preis für interdisziplinäre Kunst und Wissenschaft gewidmet. Er wird zum 2. Mal von der Universität der Künste Berlin ausgelobt. Der mit 7.500 € dotierte Preis wendet sich an Künstler/innen und Wissenschaftler/innen aller Sparten, die sich zwischen den Künsten, den Wissenschaften bzw. den Künsten und Wissenschaften bewegen. Teilnahme berechtigt sind Einzelpersonen und Gruppen, ausgeschlossen sind Mitarbeiter/innen der UdK Berlin und Studierende der UdK und anderer Hochschulen/Universitäten. Bei dem Preis handelt sich um den ehemaligen Karl-Hofer-Preis. 2010 ging er an das Künstler-Duo „in the fields“ (Nicole Heidtke und Stefan Baumberger) und ihre Arbeit „ink“. In der Jury sitzen der UdK-Präsident, der Kommissionsvorsitzende für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben an der UdK Wolfgang Knapp, der Sprecher der Graduiertenschule der UdK Berlin Axel Kufus und vier externe Juror/innen. Die Preisverleihung findet am 13. Juli 2012 im Rahmen des Rundgangs der UdK Berlin statt. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2012.

UdK-Preis für interdiszplinäre Kunst und Wissenschaft 2012

World-Women

Immer wieder schauen wir über Berlins Tellerrand. Denn da gibt es Frauen, die nicht nur in der Hauptstadt, sondern weltweit für Neuerungen stehen.

Nelly Diener (1912-1934) war die erste Flugbegleiterin der Welt. Sie wurde Anfang 1934 von der Schweizer Fluggesellschaft Swissair engagiert. Das erwies sich als sehr erfolgreiche Service- und Marketingmaßnahme. Der attraktive, blonde „Engel der LüfteNelly begleitete die Fluggäste und bot ihnen Tee, Kaffee, Sandwiches und Früchte an. Wie heutzutage in den Billigfliegern war die Verpflegung damals nicht im Flugpreis inbegriffen. Nellys Aufgaben gingen weit darüber hinaus. So betreute sie Fluggäste mit Flugangst, spielte mit ihnen Karten, sang Lieder, jodelte, ja strickte mit ihnen. Anfangs gab es noch keine Uniform. Nelly Diener trug eine weiße Schürze, oder wie auf dem Foto das sexy Outfit eines Piloten mit Fliegerjacke, -hose und –mütze.  Sie begleitete 79 Flüge. Am 27.07.1934 kam sie bei dem Absturz der Curtiss AT-32 Condor auf der Flugstrecke Zürich-Berlin mit 11 weiteren Personen ums Leben. Im amtlichen Unfallbericht wird sie als „Stewardess“ bezeichnet.

kreative Unternehmer/innen

Foto: Fashionthoughts.de

Auf den großen Messen und Shows der Berlin Fashion Week war Schlichtheit angesagt: Knappe Schnitte, dünne Stoffe, Hosen für die fleißige Businesslady, Bunt, Weiß, Braun, Schwarz mit sparsamen Farbeinlagen. So simpel ging es auf den Alternativ-Veranstaltungen nicht zu. Hier entdeckte Berlin-Woman gelebte Mode. Fashion, die etwas zu erzählen hat, Modemacher/innen, die sich als Künstler/innen verstehen. Den Interessantesten unter ihnen ist diese kleine Serie gewidmet:

Sebastian Runde macht sich Sorgen um seine Ziegen. Sie sind zum ersten Mal in Pflege, während ihr Ziehvater auf der Greenfashionshow seine Kollektion “Right as Rain” vorstellt. Der studierte Werbefachmann (*1968) lebt auf einem 200 Jahre alten Gehöft im umbrischen Città della Pieve, ohne Strom und als selbstversorgender Bio-Bauer. Hier kam ihm die Idee zu seiner Mode, gemeinsam mit seinem Partner, dem Designer Francesco Mognaini (*1978). Das Ergebnis sind feingestrickte Shirts aus Naturseide im Schnitt historischer Underwear mit vielen Passnähten. Die Hemden in pastoser Naturfarbe sind komplett organic hergestellt: Die Seidenzucht, die Stoffweberei, das Stricken, Nähen und Bügeln finden im Umkreis von 20 km des Hofes statt. Die fertigen Stücke werden 3 Monate in der Erde vergraben, dort marmoriert und dann mit einem Zertifikat, einem Logo (in Form eines Spiegel-Bauchnabels) und einer Serienziffer versehen. Die Färbung ist einzigartig, Witterung und Jahreszeit schreiben sich unwiederbringlich in das Kleidungsstück ein. Das ist Mode, die Geschichten erzählt, Mode, die die Natur zur Kunst macht!

Fortsetzung folgt

Right as Rain

Kontakt Sebastian Runde: +39 0578 299 777, +39 328 0812 442, contact@right-as-rain.com

Der offizielle Trend auf der Fashion-Week 2012

World-Women

Immer wieder schauen wir über Berlins Tellerrand. Denn da gibt es Frauen, die nicht nur die Hauptstadt, sondern die ganze Welt bewegen. This post is dedicated to C:

Johanna Bertha Julie Jenny Marx, geborene von Westphalen (1814-1881) war Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx. Die schöne „Ballkönigin von Trier“ hatte keinen Bock auf die guten Ehe-Connection mit der männlichen Trierer Prominenz. Entgegen dem väterlichen Wunsch verlobte sie sich mit ihrem Jugendfreund Karl Marx, harrte 7 Jahre aus und heiratete den Heiß-Geliebten 1843. Danach stellte sie zwar ihr Leben in den Dienst ihres alles andere als handsomen Mannes: Sie redigierte seine Manuskripte, gebar 7 Kinder, verwaltete das väterliche Erbe, mußte den Tod ihres kleinen Sohns Edgar überwinden und mit Ausgrenzung und Armut zurecht kommen. Doch sie schrieb auch Kultur- und Theaterkritiken, die Familie konnte ganze Shakespeare-Passagen rezitieren und spielen. Jenny Marx begleitete Karl ins Brüsseler, Pariser und Londoner Exil. Sie führte seine Korrespondenz mit Friedrich Engels, Ferdinand Lassalle u. a, und genoß Ansehen bei seinen Kampfgefährten. Auch Karl Marx legte großen Wert auf ihr politisches Urteilsvermögen. 1860 erkrankte sie an Pocken. Erst die Veröffentlichung von „Das Kapital“ 1867 besserte die finanzielle Situation der Family Marx sprichwörtlich. Nach jahrelangem Krebsleiden starb sie mit 67 Jahren in London. Die Trauerrede hielt Friedrich Engels. In ihrem Salzwedler Geburtshaus ist ihr Memorialkomplex archiviert. Im Garten des Hauses befindet sich Jennys Bronzeplastik des Bildhauers Heinrich Apel.

Don´t forget 2014, it´s Jenny´s year!

kreative Unternehmer/innen

Nicht dass sich Berlin-Woman tätowieren lassen möchte. Auch bezahlt sie ihren Business-Class-Flug nach Miami aus eigener Tasche, hängt nicht ständig in den Ferienwohnungen von Kumpels auf Mallorca, Noderney, in Florida, Italien oder New York herum oder unterhält ein “Fremdheim” in Großburghausen. Sie möchte ihrem Bundespräsi nur mal was stecken. Denn was sind:

  • 1 Schmuddel-Darlehn für ein gruseliges Eigenheim in der Hannoveraner Pampa
  • 1 überteuerte Anzeigenkampagne für ein Buch über die Wahrheit
  • 1 Telefonnötigung, um der Schwatz-Presse unseres Landes den Mund zu verbieten
  • 1 mißlungene Kuppelei von VW mit Porsche

anderes als Kapriolen eines politischen Akteurs, dem es offensichtlich an einem guten weiblichen Rat fehlt? Wäre ich Frau Wulff, würde ich mich nicht mit geliehenen Kleidern, Hütten und Reisen zufrieden geben, sondern beim ehelichen Schäferstündchen zärtlich flüstern:

Herzallerliebster,

  • hier sind deine Geschäftsbücher!
  • auf Facebook kannst du kostenlos für Bücher werben!
  • ich will eigene Fummel und ´ne eigene Butze!
  • hier ist ein Prospekt über Basiskurse in Unternehmenskultur und -ethik!

Und bitte:

  • tritt zurück!

Die blaue Stunde

Penthesilea und die Stücke des Achill, Mischtechnik auf Kokosnusspapier, 56,5 x 76,5 cm, Matthias Taube 2011

Am Sonntag gibt´s auf Berlin-Woman immer etwas zum Träumen, Nachdenken, Lächeln. Hier nun die Fortsetzung vom “Falbenclub” der Autorin und Clubberin Cora Fritz. In 4 Folgen hat sie ihre schicksalhafte Begegnung mit dem “Hormonforscher“, dem geheimnisvollen Berlin-Woman-Begleiter festgehalten. Die Erzählung wird von Arbeiten des Hamburger Künstlers Matthias Taube illustriert. Dank an alle Beteiligten! Teil 3:

Der Hormonforscher zögert: “Willst du es wirklich wissen?” Cora will. “Stell Dir vor, ihr Mann, der graue Falbe, stand jeden Tag eine Stunde vor ihr auf, buk einen Teigmantel für sie und verlangte von ihr, diesen über ihrem Gefieder zu tragen. Der Teig war nie ganz durchgebacken, sodass die Federn sich ein wenig verklebten. Selbst ein Abstreifen des Mantels hätte keinen Flugversuch ermöglicht. Sie verlangte im Gegenzug, dass er den Teigmantel mit schwarzer Farbe anstrich, um ein einheitliches Schwarz zu tragen. Jeden Morgen eine Prozedur von zwei, manchmal drei Stunden”. Cora: “Was für ein Opfer! Das war wahre Liebe.” “Nein!” Der Hormonforscher ist außer sich. “Was hat das mit Liebe zu tun? Pure Gewalt hinter bürgerlicher Filben-Falben-Fassade. Er verschaffte ihr Sicherheit für ihre Schriftstellerei und sie, die berühmte ´Schwarze Filbin´, war seine Gefangene.” “Konntest Du Deiner Geliebten helfen?” Jetzt hört sie ihn tief seufzen.

Fortsetzung folgt

Teil 1

Teil 2

Berlin-Tempelhof

Frozen Hibiscus, Vintage Mode im American Style

“Da gibt es Stoffe aus Brombeeren”, sagt der Besucher, der im Hotel Adlon so schallend über die Handyverzweiflung von Berlin-Woman gelacht hatte. “Hab nur den Korkmantel gesehen”, anwortet Berlin-Woman mit dem wiedergefundenen Handy in der Hand. Nach so viel vorbildlichem Eco im Greenshowroom braucht´s einen Ausgleich. Vintage ist das Zauberwort. Auf geht´s zur Messe “Toast & Jam”:

Vintage deckt das ganze Spektrum von der Trash- bis zur luxuriösen Retromode ab. So vielfältig sind auch die Stände auf der kleinen und sehr angenehmen Messe “Toast & Jam” im C-Club gegenüber vom Flughafen-Tempelhof.  Hier finden sich Fashion und Accessoires der 1950er bis 80er, weniger organic denn haltbar und somit “nachhaltig” im eigentlichen Sinn. Berlin-Woman entdeckt Jerseykleider in rosa- türkis-grünem Russendesign, einen gelben Space-Mini mit Reißverschlüssen am Rock (Schwarze Truhe), ein Nachtkleid als Hochzeitsrobe aus weißem Organza mit Umhang und Kapuze (Salonlöwin), eine Versage-Bluse in Schwarz, Pink und Gelb (cache coeur) und kleinteilig gemusterte Männerstrümpfe und -pullover. Nicht nur die Kleidung, auch die Anbieter/innen sind sehenswert. Denn sie leben “Vintage“, wie uns Claudia Urbanek von “Frozen Hibiscus” erklärt. Sie macht schicke Retromode im American Style der 1940er/50er Jahre und ist genauso aufgemacht!  Wer “Toast & Jam” besucht, muß auch bei Chloé Revel (not just a label) vorbei.  Die Modedesignerin fertigt coole Taschen aus alten Anzugs- und Kleiderstoffen mit echtem Ledergriff.  In der kommenden Woche erfahren wir mehr über die Jungunternehmerin.

Toast & Jam” ist einschließlich heute, den 21.01.2012 geöffnet, ab 22:00 Uhr Closing Party mit Budzillus und der Burleskenkünstlerin Lady Lou

Fashion Week, Teil 1

Berlin-Women

Sophie Charlotte Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (1668-1705) war die Tochter von Sophie von der Pfalz und Kurfürst Herzog Ernst August von Braunschweig/Lüneburg und Königin von Preußen. Mit Ausblick auf eine gewinnbringende, dynastische Eheschließung genoss sie eine religionsübergreifende, frankophile Erziehung. Als 16 Jährige heiratete sie 1684 den Kurprinzen Friedrich von Brandenburg, den späteren Friedrich III. , der sie 1701 zur ersten Königin von Preußen krönte. Zwar gingen aus der Ehe 3 Kinder hervor – darunter der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I.  und Vater Friedrich des Großen -  doch war die Verbindung alles andere als glücklich. Bereits mit 20 Jahren führte die Herrscherin ein eigenes Leben auf Gut Lietzow b. Berlin, ihr Mann hatte nur auf Einladung Zutritt. Das Gut wurde von Eosander von Göthe zur dauerhaften Residenz ausgebaut. Dort unterhielt Sophie Charlotte einen freigeistigen Salon, eine Gegenwelt zur spröden Preußenettikette, unter der die Herrscherin zeitlebens litt. Sophie Charlotte war sehr sprachbegabt und musikalisch. Ihre Leidenschaft galt der Philosophie. Ihr engster Gesprächspartner war Gottfried-Wilhelm Leibniz, mit dem sie die Gründung der wissenschaftlichen Akademie zu Berlin im Jahr 1700 initiierte. Sie starb im Alter von nur 36 Jahren an einer Lungenentzündung, ihr Grab befindet sich in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom.

Einladung am Samstag, den 21.01.2012 zum SALON SOPHIE CHARLOTTE in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin, 18:00-24:00 Uhr, Eintritt frei.  Thema: Arte Fakte. Wissen ist Kunst. Kunst ist Wissen. In Salons im “Salon” diskutieren Sasha Waltz, Johannes Grützke, Peter Bieri u.a. mit Wissenschaftler/innen.

See you there!

Berlin-Mitte, -Kreuzberg

Bag to Life, die Taschen aus Fallschirmseide des Labels Ehrensache, Foto: Berlin-Woman

Während man(n) auf der Mercedes Benz Fashionweek am Brandenburger Tor von einer “Modestadt” Berlin träumt, zeigen die anderen Schöpfer/innen auf der Berlin Fashion Week 2012 Essentielleres. Berlin-Woman startet mit der Ethical Fashion Show und dem Greenshowroom:

“Sie sahen aus, als wäre einer Katastrophe passiert”, lacht der Herr im Hotel Adlon. Klar, denn das Berlin-Woman-Handy hatte sich stundenlang im Taschenfutter versteckt. Uff, wiedergefunden! Dabei war der Besuch im Greenshowroom, der in der ersten Adlon-Etage in Berlin-Mitte seine Zelte aufgeschlagen hat, und in der Ethical Fashion Show im Ewerk in Berlin-Kreuzberg so richtig entspannt und ergiebig. Unter den fairen, ökologisch und politisch korrekten Anbieter/innen entdeckt Berlin-Woman Altbekannte und neue Fashionist/innen. Hier bedeutet die Mode nicht nur Money, Money sondern auch Berufung, ja LebensKunst.  Das ist Berlin-Woman´s Watchlist No 1, zu der es in der kommenden Woche Einzelporträts gibt:

  • right-as rain.com mit Seidenhemden, die die Natur kreiiert
  • Ehrensache mit federleichten Taschen aus Fallschirmseide
  • Milch mit Recycling-Mode aus Männeranzügen
  • Göttin des Glücks mit glücksbringenden Prints auf Slips, Skirts & Shirts
  • Kaska Hass mit der sagenhaften Wave-Power-Kollektion und ihrer Modenschau am 18.01.2012 im Energieforum

Fortsetzung folgt

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